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Reisebericht Prag 2015

Unsere zweite Stammtisch Reise in die Stadt des billigen Biers

Die Busreise und Ankunft in Prag

Einmal im Jahr fahren die älteren Herrn vom Stammtisch „Stammtisch“ (ein offizieller Name wurde nie deklariert) in eine Metropole, um gemeinsam etwas zu erleben. 2014 war es Barcelona dieses Jahr ist es die Stadt der billigen Biere und Fleischberge: Prag.
Eigentlich wollten wir nach Amsterdam aber wir konnten leider kein adäquates Hausboot chartern und haben uns daraufhin spontan für die kostengünstigere Variante im ehemaligen Ostblock entschieden. Der Bus nach Prag wurde mit einem Gruppentarif über die DB gebucht. Bei der Abfahrt kam es zu der für die Deutsche Bahn üblichen Verspätung (ein Busfahrer-Streik war nicht angekündigt). So genossen wir, auf anraten von Schalli, noch die Sonne in Mordor, äh Nürnberg.
Gruppenbild am Bahnhof in Nürnberg
Schalli trinkt Bier im Bahnbus
Die Fahrt gestaltete sich kurzweilig. Dank W-Lan (Passwort: IC BUS Bahn; falls jemand W-Lan benötigt, wenn er in der Nähe von einem Bahnbus steht) und den mitgebrachten Erfrischungsgetränken kamen wir, von einem kleinen Stau abgesehen, flott und munter in Prag am Hauptbahnhof an. Der Prager Hauptbahnhof stellte kein Problem dar. Pfülbi kannte zumindest den Weg zur Straßenbahn, wir mussten zuvor nur noch Tickets für die Straßenbahn lösen und uns an die Umrechnung von Euro in tschechische Kronen anfreunden.

Nachdem wir an einem tschechischen Bankautomaten uns mit dem notwendigen Bargeld eingedeckt hatten, ging es direkt zur Strambers-Haltestelle. Nach wenigen Minuten und wenigen Haltestellen später trafen wir gegen 21:00 Uhr in unsrem Hotel ein. Die Party kann beginnen.

Red and Blue, unser Motto und der Name des Hotels

Auf Empfehlung von Pfülbi entschieden wir uns für das Hotel „Red and Blue Design Hotel“ in Prag. Für ca. 75 Euro die Nacht und pro Person, inkl. Frühstück, war das Hotel günstig und gut. Es gab lecker Frühstück, saubere und moderne Zimmer und freundlichen unaufdringlichen Service. Die Lage war etwas außerhalb vom Zentrum und die Straßenlaternen reaktionsschnell. Ein gutes Hotel auch für romantische Wochenenden mit der Frau (dieser Text ist für die Angehörigen). Innerhalb weniger Minuten waren wir aber alle bereit, um zum ersten Mal gemeinsam tschechisches Bier und Essen zu genießen.

Einzug in Hotelzimmer Red and Blue in Prag

Der erste Abend in Prag

Noch relativ fit begaben wir uns nicht direkt in das tschechische Nachtleben. Wir wollten den Abend altersgemäß langsam angehen. Pfülbi empfahl uns das Restaurace U Dělového Kříže. Und es war gut. Gut war vor allem der Bierpreis, die letzten saßen noch gar nicht am Tisch, da hatte Schalli schon acht Bier bestellt. Der Begriff Bier ist international und unproblematisch im Vergleich zu den tschechischen Speisen. Dank der englischen Speisenkarte erlebte keiner eine Überraschung bei der Darreichung der Speisen. Ich hatte einen Burger gegessen, andere einen Topf mit verschiedenen Fleischgerichten oder auch Gulasch mit Knödel und extrem viel Knoblauch.

Speisekarte Restaurace U Dělového Kříže
Es war klar, dass dies nicht die vegetarischen Wochen werden, von vegan ganz zu schweigen. Der Knoblauch war für den deutsche Gaumen ebenfalls extrem, aber damit war klar, mit Frauen wird es zu keinen Unannehmlichkeiten kommen. Die meisten stanken extrem.

Nach einigen Dutzend Bieren und Becherovka und deftigem Essen staunten wir über die Rechnung. 3200 Kronen, etwas über 100 Euro für alle zusammen. Tja, da ging noch was. Wir über die Straße und einige Absacker bestellt. In einer Theaterkneipe, die uns noch einen kulturellen Höhepunkt bescheren wird. Doch dazu später mehr.

Letztendlich war es eine stressfreie Anfahrt und der erste Abend war im Rahmen dessen, was man Mitte 40 noch leisten kann. Der inzwischen niedrigere Testosteron-Spiegel bescherte uns einen schwungvollen aber nicht überschwenglichen Abend, so dass wir uns alle gegen 01:00 Uhr gemütlich in unsere Betten kuscheln konnte, um Kraft zu tanken für Prag und Schallis Bierkeller-Tour.

Wanderung zur deutschen Botschaft in Prag

Wieso wählt der Autor hier in der Überschrift den Begriff „Wanderung“. Mit „Wanderung verbindet man Berge, steile Aufstiege, Blasen an den Füßen, Rast und Natur. Bei einem Städtetrip eher unüblich, doch nicht bei uns. Wir suchten den kürzesten Weg zur Prager Burg, fanden ihn auch, zumindest Luftlinie. Aber egal, wenn deutsche im Ausland sind muss man immer zuerst zur deutschen Botschaft: Falls einem der Pass verloren geht, man wegen Trunkenheit in der Öffentlichkeit im Gewahrsam landet oder man wegen ähnlicher Vergehen Schwierigkeiten im Ausland bekommt. Also wanderten wir zuerst dorthin in der Hoffnung die Kanzlerin zu sehen.

Memorial to the Victims of Communism
Auf den Weg dorthin schlenderten wir anfangs die Újezd entlang. Vorbei am Klub Újezd den wir am Abend noch besuchen werden. Gegenüber des Klubs befindet sich das Mahnmal der Opfer des Kommunismus.

„We’ll never know the names of all who perished, but at this sacred place, communism’s unknown victims will be consecrated to history and remembered forever. We dedicate this memorial because we have an obligation to those who died, to acknowledge their lives and honor their memory.“- George W. Bush, der alte Kapitalist.

Vor Deutscher Botschaft in Prag
Das Mahnmal befindet sich am Fuß des Petrin. Auf diesen Berg kann man auch mit einer Zahnradbahn fahren, doch nicht an Feiertagen. Somit mussten wir (warum wir mussten weiß ich allerdings bis heute nicht) den Berg zu Fuß erklimmen. Doch für die Strapazen wurden wir mit dem Ausblick über die goldenen Dächer (wo auch immer die sind) von Prag belohnt.
Nach einer Rast erblickten wird bereits nach kurzer Zeit die deutsche Botschaft unten im Tal. Ein gefühlt langer Abstieg lag vor uns, doch mit guter Laune, ohne Alkohol und einem fröhlichen Lied auf den Lippen kamen wir gut gelaunt bei dem Botschaftsgebäude an und versammelten uns vor dem Eingang und harrten der Dinge die da kommen. Doch es kam nichts. Ich klingelte. Niemand öffnete. Egal. Noch fix ein Gruppenbild, kurz die Nationalhymne angestimmt und auf den Weg gemacht zur Prager Burg.

Der Aufstieg zur Prager Burg

Haus in Prag
Gegen Mittag erreichten wir den Gipfel und wir wurden wieder mit einem Blick über die Stadt mit den goldenen Dächern (keine zu sehen, wurscht) belohnt. Wir machen Selfies mit unseren Gesichtern, Selfies mit selfies-machenden Mädels, Gruppen-Selfies und halt noch irgendwelche Bilder mit Touristen und Starbucks. In New York wundert es einen nicht, wenn man an jeder Ecke überteuerten Kaffee in Plastikbechern trinken kann, auf der Prager Burg hatte ich es jedoch nicht erwartet. Nein, wir haben keinen Kaffee bestellt, den tranken wir nur bis ca. 09:00 Uhr am Morgen, von da ab tranken wir generell nur noch Bier und Becherovka, was wir jedoch bis zu diesen Zeitpunkt noch nicht genossen hatten. Nach einer kurzen Pause zum Verarbeiten der bis dahin gesammelten Eindrücke zogen wir los um über den Burghöfen zum Veitsdom zu gelangen. Das Bier war nicht mehr weit.

Rund um den Veitsdom

Zuerst lösten wir die Wache zum Eingang in den Burghof ab. Alle Mann rein in die kleine Hütte und alle Touristen freundlich begrüßt. Da wir aber noch mehr von dem Weltkulturerbe, dem Hradschin sehen wollten, gingen wir weiter in den 2 Burghof. Viele Touristen aus aller Herren Länder tummelten sich auf dem Platz, doch große Begeisterung kam nicht auf. Also weiter durch das zweite Tor und etwas Schönes tauchte vor uns auf. Eine blonde Frau in Begleitung eines… Äh der Veitsdom baute sich vor uns imposant auf. Wir fragten uns, was mach der alte Depp mit so… Sorry, nein wir bewunderten die Fresken und die mittelalterlichen Kunstwerke.

Männer im Wachhäuschen auf Burg Prag
Rechter Hand bemerkten wir eine Ansammlung von Menschen, die sich vor einer Absperrung auf dem Ehrenhof aufreihten. Hier schien ein Event statt zu finden. Wir gruppierten uns am Brunnen, um abzuwarten was da kommen möge. Um es nicht zu spannend zu machen, immer um 12:00 Uhr wird einen Zeremonie mit Fanfaren und Trommeln angekündigt: Die Wachablösung. Was hatten wir für ein Glück. Männer in Uniform lösen im Gleichschritt Männer in Uniform ab, die ein Gebäude bewachen, das gar keiner angreifen will.

Ein Idiot in Uniform bleibt immer noch ein Idiot. – Das Känguru in die „Känguru-Chroniken-Die Offenbarung

Diesen kulturellen Höhepunkt (es werden definitiv bei dieser Reise nicht mehr viele folgen) konnten und wollten wir nicht verpassen. Die Zeit bis zur Wachablösung vertrieben wir uns mit dem Drehen von Kurzfilmen (siehe Youtube) und okkulten Handlungen (Münze in Brunnen werfen), mit denen wir die Glücksgöttin zu unseren Gunsten stimmen versuchen wollten und nicht schafften.

YouTube

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Erste Einkehr auf dem Weg zur Karlsbrücke

Über den Georgsplatz gingen wir zurück zu dem Eingang zum Hradschin. Doch vorher machten wir noch ein romantisches Gruppenbild unter einem Traum von Blüten.
Vor dem Palais Schwarzenberg mussten wir uns wieder orientieren und uns dem eigentlich Zweck unserer Reise zuwenden: Den Bierkellern. Schalli hatte sich akribisch auf die drei Tage vorbereitet und die besten Bierkeller in Prag vor sondiert. Jedoch der erste, der „U Černého Vola“ war voll. Auf Geheiß von Pfülbi, folgten wir wieder verwinkelten Gässchen, vorbei an einem Romantik-Hotel, ich betone das deswegen, da ich hoffe, dass meine wunderbare Frau mal mit mir da hinfährt (Schatz solltest du das jemals lesen, das ist eine Einladung!).

Prag Burg Gruppenbild mit Blüten
Einkehr im Kavárna Nový Svět
Plötzlich tauchte auf der linken Seite ein kleines verträumtes Kaffee auf, mit Bio-Suppen. Scheiß auf die Bio-Suppen, es gab Bier und wir hatten Durst. Rein in das „Kavárna Nový Svět“ und Bier bestellt. Besonders schön fand ich die Toiletten, was ich gleich auf Google+ mit einer positiven Bewertung bestätigte.
Da keiner mit mir Jenga spielen wollte zogen wir nach 16 Bier weiter in Richtung Karlsbrücke. Man spürte, dass die Stadt an diesem Wochenende regelrecht bebte. Als uns eine Gruppe Schweden mit Eishockey-Trikots bekleidet entgegen kam, wussten wir auch warum. Die Eishockey-WM gastierte in Prag und wir waren dabei. Egal, weiter zur Karlsbrücke vorbei an Würschtle-Stände, von denen ich keines probieren durfte, denn Schalli versprach uns ein typisches tschechisches Restaurant. Ach hätte ich nur auf meinen Bauch gehört und ein Bratwürschtle gegessen.

Die Karlsbrücke in Prag

Endlich waren wir drauf, auf einer der imposantesten Sehenswürdigkeit dieser Stadt: Die Karlsbrücke. Von den Pflastersteinen konnten wir nicht viele sehen, so viele Menschen waren auf der Brücke. Doch es war schön einmal kurz inne zu halten und die Moldau mit ihren Ausflugsdampfern zu bewundern. Wären nicht so viele Menschen auf der Brücke, man hätte es länger genießen können. So schoben wir uns an den Schutzheiligen vorbei in Richtung „Altstädter Brückturm“, wo uns eine von Schalli empfohlene Lokalität erwarten sollte.

Auf der Karlsbrücke
Wir hatten langsam richtig Durst und Kohldampf. Es musste schnell was zu Essen her, den einige gerieten schon in den Unterzucker, was merklich die Stimmung drückte. Erstaunlich war auch der Anteil der Betrunkenen zu dieser Tageszeit, was uns dann wiederum ermahnte immer die Contenance zu wahren.

Warten auf Pavel und das Drama mit den Knödeln

Wir hatten Hunger und Schalli hatte einen Tipp aus seinem Reiseführer. Versprochen wurde frisch gezapftes Bier und Schweinbraten mit Knödel im Pivnice U Rudolfina in der Křižovnická 60/10.
Der Bierkeller zeigte sich zuerst vielversprechend. Erst mal alle auf die Toilette und Wasser abgelassen. Ohne Probleme bekamen wir einen Tisch für alle. Bier und Becherovka war schnell bestellt, doch die Speisekarte war ein tschechisches Original. Mit Handy und Wörterbuch ausgerüstet sollte die Bestellung eines Schweinebratens mit Knödel für Globetrotter wie wir kein Problem sein. Nur Floh bestellte einen großen Salat, es kam ein …hihih…hihi, also satt fühlt sich anders an. Doch zurück zum Schweinebraten. Der Begriff für Schweinebraten heißt auf tschechisch: pečené vepřové. Ich weiß nicht mehr wer den Mut hatte dies beim Kellner zu bestellen, der Kellner war evtl. einem anderen Dialekt gewöhnt, er antwortete im gebrochen Englisch „pig“. Wir fühlten uns verstanden. „With Chips“, bot er an. Das wäre der Moment gewesen, wo wir stutzig hätten werden sollen, doch wir schöpften keinen Verdacht und posaunten im gebrochenen Tschechisch noch das Wort für Knödel heraus. Ich bilde mir ein, eine leichte Gesichtsstarre in der Mimik des Kellners erkannt zu haben, doch er nickte und ging in Richtung Küche.
Es war vollbracht, endlich sollten wir in den Genuss eines tschechischen Schweinebraten mit Knödel kommen. Nach dem zweiten Bier, wurden wir etwas ungeduldig, aber wir deuteten diese Wartezeit positiv, die Knödel und der Braten wurden bestimmt frisch zubereitet. Das Bier floss und die Kellner brachten die Bier-Bestellungen mit Becherovka zügig an unseren Tisch. Doch es kam kein Braten. Die Stimmung drohte zu kippen. Nur durch stetige Beschwichtigung der besonnenen Stammtisch-Mitglieder konnte eine Eskalation vermieden werden. Ich war froh, denn ich konnte am Tisch gegenüber, an dem einer Blinder saß, mein Handy voll aufladen ohne zu befürchten, dass er es stiehlt.

Bewertung auf Google für Pivnice in Prag
Kurz bevor Harry dem Kellner an den Kragen ging kam das Essen. Trockenes Kottelet mit Pommes und Knödel ohne Soße. Ich würgte die staubigen Knödel hinunter, am Tisch war es still. Wir bezahlten und ich bewertet das Lokal auf Google.

„You erotic dreams come through“, er sagte.

Völlig frustriert und hungrig verließen wird das Lokal und beschlossen noch einmal nach Sehenswürdigkeiten ausschau zu halten, um das Erlebte zu verdrängen. Jene die eine Straßenkarte bei sich trugen meinten, wir wären nicht weit vom Wenzelsplatz und somit hatten wir schon wieder ein neues Ziel und die Schmach war schnell vergessen. Zuerst gingen wir über den Altstädter Ring. Aus Frust kaufte ich mir eine Bratwurst und bewunderte den Prager Schinken. Eine Portion wollte ich vor der Heimfahrt essen und beschloss diesen Event auf den nächsten Tag zu verschieben. So irrten wir planlos an der „Astronomischen Uhr“ vorbei durch die Straßen Prags. Bis, nicht weit vom Wenzelsplatz, ein junger Mann uns ansprach: „You erotic dreams come through!“ Einige von uns waren wieder hellwach: Gerade aus und nach 200m rechts. Das war mal ein Versprechen, so ähnlich wie in dem Video, spielten sich vor meinem geistigen Auge die schönsten Träume ab.

Altstädter Ring mit Schalli
Restaurace Stará Praha
Also wir gerade aus. Es dauerte aber nicht lange bis bei Einigen ein Murren aufkam. Die Gruppe drohte sich zu spalten in Männer und Gatten. Zeimlich schnell verpuffte somit die aufkeimende Abenteuerlust und man muss gestehen: Wir hatten die versprochene Lokalität nicht einmal gefunden.
Zur besten Trinkzeit versuchten wir danach einen berühmten Prager Bierkeller für acht Personen zu finden. Es war schier aussichtslos, wieder erreichte die Stimmung einen Tiefpunkt. Dank Google Maps orientierten wir uns an den bewerteten Lokalen und wurden fündig. Nicht weit von unserem Hotel, wir mussten nur wieder die Moldau überqueren, gab es zwei verheißungsvolle Lokale, eines müsste doch einen Platz für uns haben. Im zweiten Lokal im Restaurace Stará Praha, wies uns eine nette Tschechin, einen schönen Tisch zu und servierte uns ein leckeres Essen mit böhmische Knödel. So wurden die Träume doch noch ein bisschen wahr.

Partyyyy!

Nachdem wir an diesem Tag Höhen und Tiefen erlebt hatten wollten wir das Prager Nachtleben, wie in alten Zeiten genießen. Nicht weit von unserem Restaurant entdeckten wir auf Google Maps den Klub Újezd. Die Bewertungen waren vielversprechend und klangen unspießig. Wir also nichts wie hin. St. Pauli Aufkleber und Che Guevara Konterfeis auf den Toiletten, hier waren wir richtig. Ein süslicher Geruch von feinsten Gras umströmten beim Betreten der oberen Bar unser limbisches System. Ich war glücklich.

Entspannt im Klub Újezd
Bewertung Klub Újezd
Alle waren super nett und wir tranken Bier und Becherovka und ich checkte die Lage. Der ganze Schuppen erinnerte uns an das „Komm“ und jetzt fehlte eigentlich nur noch eine Disco wie früher das „Kitsch“ und der Abend wäre perfekt gewesen. Linksliberal, zwischen intelektuell bis extravagant debil, es war alles dabei. Aber irgendwas fehlte, um den Abend perfekt zu machen. Ein Haus weiter gab es auch einen Klub, dem aber dem einen oder anderen zu laut war, warum auch immer.
Wir hatten die Hoffnung schon fast aufgeben und steuerten direkt auf unsere bekannte Theaterkneipe von gestern zu. Schon beim Betreten begrüßte uns eine lustige Gesellschaft mit kleinen Papphüten auf dem Kopf. Hier steppte nicht der Bär aber es war nett. Doch nach einiger Zeit wurde die Musik lauter, die Gäste fröhlicher und ich befreundete mich mit einem Rastafari. Es dauerte nicht mehr lange und wir befanden uns mitten im Prager Nachtleben, der Wirt schloss die Tür ab. Wir waren jetzt eine geschlossene Gesellschaft. Tja, da staunt der Franke, ein munteres Völkchen diese Tschechen, es hatte Stil.
Ein gelungener Abend im Švandovo Divadlo na Smíchově
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Ich genoss die Lichter und die Musik und jene von uns die noch tanzen konnten traten auf die Tanzfläche. Fränkischer Ausdruckstanz gepaart mit tschechischer Boheme, die Reise erreichte ihren Höhepunkt. Gegen 2:00 Uhr nachts verließen wir in sichtlich gehobener Stimmung die Lokalität. Vernünftigerweise konnten wir uns darauf einigen in Richtung unseres Hotel zu gehen, was nur ca. 500m entfernt war. Eine ferngesteuerte Laterne trieb uns allen nochmal Tränen in die Augen, wir hatten einen kollektiven Lach-Flash, weil dieses blöde Ding auf unseren Signale reagierte, doch wir waren doch zu müde, um auszuprobieren, ob wir noch andere Straßenlaternen durch unsere Gedankenkraft hätten steuern können. Somit gingen wir friedlich und leise in unsere Zimmer, legten uns ins Bett und schliefen ein. Am nächsten Tag erwachten wir.

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