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bodies in urban spaces gibt es auch in Fürth

bodies in urban spaces gibt es auch in Fürth

Franken

bodies in urban spaces in fuerth

faszinierender spaziergang durch die straßen fürths

willi dorners kunstprojekt

neben London, Barcelona und anderen Metropolen nun auch Fürth
erfahren sie mehr

das projekt

irritierende intervention des fürther raumes
zur irritation

Ein Stadtspaziergang der irritiert und fasziniert

Zu Beginn der Theatertage in Fürth gab es für zwei Tage ein Kunstspektakel der besonderen Art in Fürth. Zum 200jährigen Jubiläum unserer Stadt zauberten die Organisatoren bunte Körper in Nischen, Fenstersimsen und Ecken, denen man als Fürther schon lange keine Beachtung mehr geschenkt hatte, bodies in urban spaces. Der österreichische Künstler Willi Dorner hat dieses Kunstprojekt bereits in den bedeutendsten europäischen Metropolen umgesetzt, somit darf Fürth nicht fehlen.

urban bodies unter sitzbank
urban bodies vorm Metzger Sellerer

Meine Stadt in neuer Perspektive

Aus 70 Bewerben wurden 20 ausgewählt, um ihre Körper in Körperhaltungen an Stellen zu platzieren, die im Alltag kaum wahrgenommen werden. Da tumeln sich verrenkte Körper am Eingang vom Metzger Sellerer, wo einen sonst nur das Angebot des leckeren Spargelschinken emotional berührt. Oder eine verwaiste Telefonzelle vorm Frankenticket, wird zur Sensation und sie erinnert nostalgisch an Zeiten, wo es Kleingeld brauchte, wenn man unterwegs anrufen wollte.

Bizarre Körperverrenkungen

Nachdem ich physiologisch meinen Zenit inzwischen überschritten habe, erstaunt mich, welche Haltungen ein gesunder Körper einnehmen kann und es motiviert beim Yoga neben dem toten Hund noch weitere Stellungen einzuüben. Mich hat dieser einstündige Stadtspaziergang auf mehrere Ebenen erreicht und zu mehr motiviert. Kunst, Bewegung und Liebe, all das ist Fürth. Am Abend holte mich meine Frau vom Dach der Garage, als ich Angst vor dem Sprung in die Tiefe bekam. 

urban bodies unter sitzbank

bodies in urban spaces im bayerischen fernsehen

Bodies in urban Spaces im BR

Meine letzten Berichte

Hier findet ihr noch weitere Berichte von meinen letzten Reisen oder Artikel aus meiner Heimatstadt Fürth.

by 10.Jun 2018
Die schönste Dachterrasse in Athen

Die schönste Dachterrasse in Athen

Europa

Die schönste Dachterasse in Athen

Mai, 2018
Airbnb Gutschein

Ouzo, Retsina und Zaziki, im Herzen Griechenlands

Dauer: 4 Tage, 3 Nächte
Location: Athena, GR
Budget: €500 pro Person
Entfernung: 2,330km

Stammtisch-Reise 2018 führte uns in die Wiege der Demokratie und das Zentrum der griechischen Küche. Dieser wollten wir mit dieser Reise besondere Aufmerksamkeit widmen. „Irgendwann bleib I dann dort!“, der Intension dieses Titels von STS, noch nie war ich Dieser so nahe, wie auf der Dachterrasse mitten in der Plaka.

Nachdem ich Athen bereits im letzten Jahr ausführlich erkundete, waren mir die alten Steine bereits bekannt. Es gibt auch nur vereinzelt Mitglieder in unserer Gruppe, die antike Architektur interessiert, so konnten wir gezielt überwiegend die kulinarischen Lokalitäten ansteuern.

Unserer Appartement war aber der eigentliche Höhepunkt der ganzen Reise. Bei sommerlichen Wetter mit frischen Oliven, kühlen Bier und Retsina über die Dächer Athens auf die Akropolis blicken zu können kommt der Vorstellung des Paradies sehr nahe.

  • Sight Seeing 20% 20%
  • Food 70% 70%
  • Ouzo 70% 70%
  • Retsina 90% 90%

Eigenartigerweise kann ein Mann immer sagen, wie viele Schafe er besitzt, aber er kann nicht sagen, wie viele Freunde er hat, so gering ist der Wert, den wir ihnen beimessen.

Sokrates

 

Villa Live

Hier alle Bilder aus unserer Villa in Athen, die wir mit schweren Herzen verlassen haben.

Best Food & Drink

1. O Kostas 

Das beste Streetfood gibt es in einer Seitengasse nahe dem Syntagama Platz. Das Souvlaki ist ein Traum. Map

2. Cave of Acropolis

Eine große Terrasse mit Blick auf die Akropolis mit griechischer Live Musik, abseits vom Trubel  Map

3. Brettos

Schon im letzten Jahr, meine liebste Ouzo-Bar. Dieses Jahr nicht immer freundlich aber eben was Besonders. Map

Bestes Souvlaki in Athen bei O Kostas

Genuss

Drei Tage feinste Spirituosen bei bestem Essen und viel griechischer Gastfreundschaft.

Athen Akropolis

The Highlight of the Trip!
Akropolis Galerie

Meine letzten Berichte

Hier findet ihr noch weitere Berichte von meinen letzten Reise oder auch meine Highlights aus meiner Heimatstadt Fürth.

Kayak-Tour mit Native Spirit

Kajak-Tour mit Native Spirit Auf den wildem Wasser von Inn und Lech Native-Spirit, die Natur-, Wildnis- und Lebensschule am Inn in Tirol, besuche ich seit 2010. Ich habe: in vielen Schwitzhütten geschwitzt, Trommeln und Bogen gebaut, über das Medizinrad meditiert und...

unu Roller fahren in Fürth

unu Roller Ein laienhafter und emotionaler Testbericht aus Fürth über den stylischen E-Roller von unumotors. Fürth entdecken mit dem E-Roller Dies vorweg, ich bin ein absoluter Roller-Anfänger. Ich habe keine Ahnung von Motoren, Elektronik oder sonstigen Motorrädern....

bodies in urban spaces gibt es auch in Fürth

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by 30.Mai 2018
Foto Galerie Stammtisch Athen 2018

Foto Galerie Stammtisch Athen 2018

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Galerie Stammtisch-Reise Athen 2018

Die schönsten Bilder

Fotos von unser Villa in Athen

Für mehr Bilder einfach auf die Lupe klicken!

Fotos von unseren Restaurant und Tavernenbesuchen

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Fotos rund um die Akropolis

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Und der Rest von Athen

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by 30.Mai 2018
Jerusalem Ostern 2018

Jerusalem Ostern 2018

Familie

Je
rusa
lem

Jerusalem
Ostern 2018

Eine aufregende Reise in die heilige Stadt

Die Reise im Überblick

An-/Abreise

Wie du günstig und schnell nach Jerusalem kommst und möglichst unverdächtig bei den Sicherheitskontrollen erscheinst.

Die Unterkünfte

Hier erfahrt ihr wie man in einem Pilgerhospiz an der Via Dolorosa oder zentral vor den Toren der Altstadt nächtigt.

Ost-Jeruslam

Juden bereiten sich auf das Pessach-Fest vor, Muslime strömen zum Freitagsgebet und Christen prozessieren Ostern.

West-Jerusalem

Einkaufen auf dem Yehuda Market und der Ort, wo du als Deutscher nur schweigen solltest, Besuch in Jad Vashem.

An und Abreise

Bereits vor einem Jahr habe ich die Reise nach Jerusalem gebucht, bzw. geplant. Die Flugesllschaft Germania bietet inzwischen Direktflüge von Nürnberg nach Tel Aviv an. Nach aktuellen Stand bekommt man derzeit den Hin- und Rückflug für unter 300€. Ich habe damals ca. 220€ bezahlt. Germania ist nicht Ryanair. Der Service ist vergleichbar mit Air Berlin, Gott hab sie selig, und es gibt keine versteckte Zuzahlungen. Ich bin inzwischen öfters mit Germania geflogen und ich kann nicht schimpfen.

Gut, die Abflugzeit um 5:00Uhr am Donnerstagmorgen ist etwas unchristlich. Man soll auch wirklich 2h früher einchecken. Denn anders wie bei „normalen“ Flügen schliesst der Schalter wirklich eine Stunde früher. Schon das Einchecken gestaltet sich aufregend. Man wird in eine isolierte Schalterhalle geführt. Den Eingang erkennt man an dem Wachposten mit Maschinengewehr und man wird schon vor Eintritt in die Halle kontrolliert. Dann kommt man zum Check-In und man durchläuft die eigene „israelische“ Gepäckkontrolle, inkl. Passkontrolle.

Einreise

Der Flug verlief unspektakulär. Ich befürchtete aber eine spektakuläre Einreise. Nach der Landung erstmal auf Toilette und dann kam die erste Sicherheitskontrolle. Ähnlich wie in Amerika, wartete ein Beamter, der einen fragt, wie es einen geht und in welchem Verhältnis ich zu der Frau an meiner Seite stehe. Ich vermied jegliche witzige Anspielung und längeren Erklärungen. Er wollte noch wissen wo wir hin wollen und ob wir das erste mal in Israel seien. Ich habe nicht immer alles verstanden, meine Frau konnte aber immer antworten. Sie ist jünger. Na und dann holten wir unseren Rucksack und wir waren in Israel. Das ganze ging richtig schnell und ich hatte schon die schlimmsten Befürchtungen, wegen den prophezeiten Verhörmaßnahmen.

Schnell Geld abgehoben, raus aus der Halle und da standen schon die Sherut-Taxis (Sammeltaxis), die einen für ca. 16€ nach Jerusalem fahren und dort absetzen, wo man hin möchte. Es gibt auch eine Buslinie, die für ca. 5€ alle 30 Minuten fährt, dann muss man aber in Jerusalem noch vom Zentralen Busbahnhof zu seiner Unterkunft kommen. Es dauerte ca. 10 Minuten und unser Taxi war voll und die Fahrt begann. Nach Jerusalem dauert es ca. 45 Minuten, die Autobahn ist dreispurig und bestens ausgebaut. In Jerusalem war der Verkehr einer Metropole entsprechend und es wurden erst drei andere Fahrgäste abgesetzt aber nach ca. 1,5h standen wir vor dem Damaskus-Gate. Nach Ost-Jerusalem gelangt man nur zu Fuß. So mussten wir nur noch 10 Minuten durch die engen Gassen des muslimischen Viertel hindurch und schon standen wir an der Via Dolorosa, vor dem österreichischen Hospiz und weitere 10 Minuten später auf der Dachterrasse. Es war überwältigend.

Die Ausreise

Unser Flug zurück nach Nürnberg war für 18:55Uhr geplant. Da man uns im Hotel schon warnte, dass an diesem Tag der Verkehr sehr stark sei, bestellten wir unser Sherut-Taxi 2h bevor wir am Flughafen sein sollten. 3 Stunden soll man vor Abflug mit dem Einchecken beginnen. 3 Stunden die man wirklich benötigt, ich habe gedacht wir kommen nie an diesem Gate an. Es begann mit der üblichen Befragung, zu der man schon mal mindestens 45 Minuten ansteht. Dort habe ich einen folgenreichen Fehler gemacht, ich hielt meine Reiseunterlagen in der Hand und dann waren meine Frau und ich uns mal wieder uneinig bei der Frage, wer den Rucksack gepackt hat. Also man holte den Supervisor von den Grenzkontrollen. Der setzte mich unter Druck und meinte ich sei nervös, meine Frau verhielt sich unauffällig. Dann wurde ich aber nicht nur nervös sondern auch ärgerlich. Ich meinte ich stehe hier seit 1 Stunde mit dem Rucksack an, dann wollte ich ihm noch sagen, dass ich keine Ahnung habe was er von mir will, ich bin ja auch das erste mal hier, dann hatte er uns aber auch schon durchgewinkt. Danach musste ich mir eine Moralpredigt von meiner Frau anhören. Dann standen wir noch 1h Stunde vor der Gepäckkontrolle und nochmal 15 Minuten vor der Passkontrolle. Dann waren wir endlich im Duty-Free-Bereich, im gelobten Bereich, angelangt. Ich kaufte 2 Liter israelisches Olivenöl und wunderte mich über den günstigen Preis, bis ich an der Kasse merkte, der Preis war in US-Dollar und nicht in Shekel. Der Flug verlief dann wieder reibungslos und wir landeten pünktlich in Nürnberg, um noch einmal vor der deutschen Pass-Kontrolle zu stehen. Eine Passkontrolle für Anfänger.

Die Unterkünfte

österreichisches Hospiz Jerusalem
Osterfeuer im österreichischen Hospiz Jerusalem

Das österreichische Hospiz in Jerusalem

Wenn man Ostern in Jerusalem so richtig erleben will, mit Gottesdienst, Pilger und Andacht, dann ist man im österreichischen Hospiz genau richtig. Ich habe die Unterkunft schon ein Jahr vorher gebucht und hatte gerade noch für drei Nächte ein Zimmer bekommen. Das Hospiz liegt hinter hohen Mauern direkt an der Via Dolorosa. Es ist eine Oase der Stille inmitten der turbulenten Altstadt. Zahlreiche Besucher strömen tagsüber in das Hospiz, um den Ausblick auf der Dachterrasse zu genießen, im Cafe einen „Verlängerten“ zu trinken und Apfelstrudel mit Schlagobers oder ein Wiener Schnitzel zu genießen. Als Viertel-Österreicher erscheint das Angebot nicht ganz so exotisch aber das Ambiente ist sicher einzigartig. Die Zimmer sind sauber, das Frühstück ist frisch und bietet alles was man zum Pilgern benötigt. Kein Luxus aber absolut ausreichend. Die Zimmer sind, wie es für eine Pilgerunterkunft üblich ist, spartanisch eingerichtet, es gibt aber eine Minibar mit libanesischen Bier (zum Glück gab es im Cafe „Gösser-Bier), und die Zimmer sind absolut sauber. Das ganze Hospiz wirkt eher wie ein Schloss und im Erdgeschoß befindet sich auch die Kapelle in der wir am Gründonnerstag und am Ostersamstag den Gottesdienst beiwohnen durften.

Keine Ahnung, wann ich das letzte Mal in der Kirche war, als aber am Gründonnerstag der Priester erwähnte, dass wir an dem Ort das Abendmahl feiern, wo alles einen Steinwurf weit entfernt sich abspielte, da lief mir ein Schauer über den Rücken und ich fühlte mich merkwürdig.
Die Pilger selbst erscheinen hier einem nicht „besinnlicher oder frommer“ als in einer Kirche in Fürth. Ob sie mehr oder weniger heuchlerisch sind, als wo anders, keine Ahnung. Hier ist es der Ort, der die Magie versprüht und nicht die Menschen. Am Ostersamstag wurde zum Eingang des Hospiz, inkl. Sonnenuntergang, das Osterfeuer entfacht, dieser Moment wird mir sicher immer in Erinnerung bleiben. Drei unvergessliche Tage durften wir in diesem Hospiz verweilen. Wer keinen Luxus benötigt, dem kann ich diesen Ort nur empfehlen. Mehr Jerusalem geht nicht.

Eldan-Hotel Jerusalem

Die letzte Nacht buchte ich über booking.com (Gutschein über 15€ für deine Reise). Das Eldan-Hotel liegt ca. 15 Minuten Gehzeit vom Jaffa-Tor entfernt und liegt an der King David Road schräg gegenüber einer der nobelsten Unterkünfte überhaupt, dem „King David“. Ich konnte das Hotel für den Preis von 137€ die Nacht buchen. Das Preis-Leistungsverhältnis war für diese Lage unschlagbar. Das Hotel ist zentral gelegen, sauber, das Frühstück war super lecker und koscher und der Service optimal. Es war ideal, weil das Sherut-Taxi zum Flughafen holte uns direkt vor der Tür ab. Das Eldan-Hotel kann ich absolut empfehlen, wenn es nicht ganz so pilgermäßig sein soll.

Ost-Jerusalem

Klagemauer Jerusalem Ostern 2018

Das muslimische und christliche Viertel

Im muslimischen Viertel steppt der Bär. Geht man durch das Damaskus Gate steht man im Orient. Es gibt Läden mit Gemüse, Blumen, Handys, Spielzeug, Baklava, Granatapfelsäfte, Kleidung, Unterwäsche, und und und. Auf dem Boden sitzen Frauen und verkaufen frische Kräuter und an jeder Ecke Soldaten, die immer wieder muslimisch aussehende Personen aufhalten und deren Taschen kontrollieren. Aber, man kennt das ja aus orientalische Länder, man wird kaum belästigt und ständig zum Kaufen animiert. Das ganze ist in einem erträglichen Rahmen und ich war angenehm überrascht, das mit dem Feilschen kann ich gar nicht leiden. Es befinden sich auch alle paar Meter ein Restaurant. Wir haben einige ausprobiert, auch jene die in den Reiseführer stehen, nichts hat uns überzeugt. Aber gut, ich würde auch nie an der Nürnberger Burg fränkisch Essen gehen wollen.

Via Dolorosa und die Grabeskirche

Mein primäres Ziel dieser Reise war die Grabeskirche und das Erleben der Prozessionen am Karfreitag. So ging unser erster Weg direkt zur Grabeskirche, sie lag ca. 15 Minuten Gehzeit von unserer Unterkunft entfernt. Sie war am Gründonnerstag geschlossen und es konnte uns keiner so wirklich sagen warum. So folgten wir am Karfreitag, schon am Morgen, der Via Dolorosa (zur Via Dolorosa) und trafen um ca. 11:00 Uhr bei der Grabeskirche ein. Ich hatte die schlimmsten Befürchtungen wegen der Menschenmasse, aber es war alles sehr entspannt. Das massive Aufgebot der Sicherheitskräfte hatte die Situation immer im Griff und lenkte die Besucherströme optimal. Die Lage war eigentlich bedrohlich. Die Juden begannen mit den Feierlichkeiten zum „Passover“, die Muslime strömten zum Freitagsgebet, die Christen begangen den Karfreitag und in Gaza wurde zur Rückkehr nach Ost-Jerusalem aufgerufen. Die Hütte brennt. Wir hatten mitbekommen, dass die Kirche in ca. einer Stunde geöffnet werden sollte und so warteten wir. Nach einer Stunde war es dann auch wirklich so weit, die muslimischen Schlüsselwächter stellten die Leiter auf und sie wurde geöffnet.

Es kamen zuerst die Franziskaner-Mönche heraus und noch viele weitere Besucher, wie sie da reinkamen, keine Ahnung. Es dauerte noch ca. 20 Minuten und wir durften die Grabeskirche betreten. Wir standen am heiligsten Ort des Christentums. Ob du an Gott, Jesus oder was auch immer glaubst, dieser Ort ist heilig. Es wird einem auf einmal bewußt, auch wenn man so wie ich schon vor vielen Jahren aus der Kirche ausgetreten ist, hier sind deine Wurzeln. Wenn du dann zuvor noch die Via Dolorosa entlang gegangen bist, der Leidensweg wurde auf einmal lebendig und du bist dir sicher, Jesus hat wirklich gelebt.

Der Leidensweg Christi

Wir stellten uns in die Schlange, um in das Grab von Jesus zu gelangen. Hierbei kommt man an dem kleinen Altar der Kopten vorbei, die man aus der Kirche verdrängt hat und die in den Lehmhütten auf dem Dach der Grabeskirche leben. Dieser kleine Altar gegenüber vom Grabeingang hat man ihnen gelassen. Wenn ich wieder in die Kirche eintreten sollte, dann in die koptische. Wir warteten ca. 2h Stunden, immer wieder stoppten Prozessionen vor dem Grabeingang und so musste man immer wieder warten bis diese fertig waren. Aber ich genoß jede einzelne Minuten hier an dieser Stelle und an diesem Tag hier sein zu dürfen.
Irgendwann kam der Moment, wo auch wir für 5 Sekunden in das Grab durften.

Danach gingen wir erstmal Falafel essen. Die Welt erschien irgendwie anders, entspannt. Es ging uns richtig gut. Wir schlenderten noch durch das muslimischen Viertel begegneten anderen Pilgern, folgten den Moslems, die vom Freitagsgebet kamen und genoßen die einmalige Atmosphäre.

Das jüdische und armenische Viertel

Geht man vom österreichischen Hospiz heraus und folgt der Gasse ca. 500m gerade aus kommt man zum Eingang, bzw. Sicherheitskontrolle zur Klagemauer. Die Kontrolle ist völlig problemlos und schon befindet man sich an dem heiligsten Ort der Juden. An diesem Ort stand einst der Tempel König Salomons, nun befindet sich darauf der Felsendom und die Al-Aqsa-Moschee. Die Mauer ist nicht mehr die des original Tempels. Wenn man zur Mauer gelangen will, muss man eine Kopfbedeckung tragen, die man sich dort ausleihen kann. An der Mauer wird nach Männer und Frauen getrennt, der kürzere Teil, wer hätte das gedacht, steht den Frauen für ihr Gebet zur Verfügung. Die Atmosphäre an diesem Ort, wer hätte auch dies wieder gedacht, ist einzigartig.
Danach verließen wir diesen Ort in Richtung Norden und folgten den Gassen bis zum Jaffa-Tor. Das jüdische Viertel erscheint wesentlich neuer, die Häuser sind sauber, die Läden exklusiv und die Menschen distanzierter. Immer wieder begegnen einem orthodoxe Juden, die zur KLagemauer hasten, so wie es in den Schriften gelehrt wird. Hier „lebt“ die älteste der monotheistischen Religionen.

Auf der Suche nach dem Grab von Oskar Schindler

Außerhalb des Zion Gate liegt direkt danach die Kirche an dessen Stelle das letzte Abendmahl gefeiert wurde. Leider hatte die Kirche geschlossen und wir besuchten die Gruft von König David, auch eines der wichtigsten Heiligtümer des Judentums. König David der ca. 1000 v. Chr. das Volk der Israeliten geführt haben soll, der Vater von König Salomon laut Altes Testament. Der eigentliche Grund warum wir diese Ecke von Jerusalem aufsuchten, wir wollten das Grab von Oskar Schindler besuchen. Der Friedhof mit dem Grab lag etwas versteckt über der Straße. Leider hatte der Friedhof auch an diesem Tag geschlossen.

Der Ölberg

Ich stellte mir den Ölberg nicht besonders aufregend vor und wir überlegten noch, ob wir ihn besuchen sollten, wir hätten es bitter bereut wenn nicht. Nach Verlassen des Lions-Gate blickt man auf dem Ölberg, wo Jesus einst von Judas verraten oder vielleicht übergeben wurde. Der Begriff in der Bibel ist unklar. Ohne die „Übergabe“ von Judas an die Römer hätte es das Christentum nicht gegeben: Eine Überlegung ist es wert. Deswegen empfehle ich den Roman von Amos Oz.
Am Fuße des Ölbergs befindet sich das Mariengrab. Eine Gruft mit einer unglaublichen Atmosphäre. In diesem Grab fanden gleichzeitig zwei Gottesdienste statt. Man schreitet also die ca. 100 Stufen in diese Grab hinab und kommt in eine andere spirituelle Welt.

Ca. 100m weiter steht man am Eingang zum Garten Getsemani. Einige dieser Olivenbaum sollen schon zu Lebzeit Jesus dort gestanden haben. Aussehen tun sie zumindest so. Neben dem Garten, wie kann es anders sein, befindet sich auch wieder eine sehr schöne Kirche.
Auf dem Weg nach oben kommt man an der Dominus Flevit Kirche vorbei, an jener Stelle, wo Jesus weinte mit dem Blick auf Jerusalem. Hier geschah auch ein Wunder, meine Frau wollte eine Flasche Wasser kaufen. Wir hatten aber nicht genügend Kleingeld. Da kam eine Frau vorbei und bezahlte unsere Wasserflasche. Plötzlich hörten wir Trommeln, wie bei einem Reggae-Festival. Plötzlich zogen afrikanische Pilger vorbei und sangen. Das war richtig cool. Sie zogen anscheinend den ganzen Tag auf dem Ölberg entlang und feierten. Die hatten richtig Spaß.

Auf dem Ölberg hat man dann einen atemberaubenden Blick über Jerusalem. Sollte ich nochmal nach Jerusalem kommen, werde ich hier mir am Morgen den Sonnenaufgang ansehen, der spektakulär sein soll. Auf dem Weg zum höchsten Punkt des Ölbergs kommt man an dem Kloster vorbei, wo Jesus den Jüngern das „Vater unser“ gelehrt hat. Das „Vater unser“ ist hier in allem möglichen Sprachen der Welt auf Mosaiken ausgestellt. Was mich erstaunte, dass Jesus auch Plattdeutsch konnte. Ganz oben befindet sich dann letztendlich die Himmelfahrtskapelle. Hier soll sich ein Fußabdruck von Jesus befinden. Am Eingang saßen Moslems die Eintritt verlangten. Dies erschien mir nicht sehr offiziell, zumal im Reiseführer stand, dass der Eintritt umsonst sei. Man macht nicht jeden Spaß mit. Und so kehrten wir um, zurück nach Jerusalem.

Vor dem Damaskus-Tor und das Fake-Grab

Vor dem Damaskus-Tor sollte es ein Streetfood-Restaurant geben, in dem es den besten Humus geben soll. Laut Mark Wiens, dem Streetfood-Guru, gibt es hier das fluffigste Humus der Stadt. Es war nicht ganz einfach, den es gab nur einen hebräischen Eintrag auf Google Maps und ich musste mich an den Bildern orientieren. Aber ich hatte es gefunden. Es war sehr klein und jeder Platz war besetzt. Nach 5 Minuten konnten wir einen Tisch ergattern und bestellten Humus und Falafel. Gut mit der Falafel werde ich nicht unbedingt warm aber das Humus war genial. Ich beantworte keine Fragen zum Thema Hygiene, im Humus Acramawi.

Humus Acramawi Jerusalem

Das alternative Grab Jesus

Nur ca. 5 Gehminuten entfernt lag das Gartengrab. Freikirchler haben hier ihr eigenes Jesusgrab gefunden, ich hätte beinah geschrieben geschaufelt. Ein Schauspieler saß in der Nähe auf seinem Hotel-Balkon und sah hier den Felsen, der ihm wie ein Schädel erschien. Gleich daneben fand man eine Weinkelterei und ein Grab. Deswegen beschloss man, dass hier das Grab von Jesus sein könnte. Für die Freikirchler ist es ja immer cool, wenn man es anders macht, wie die „Kirche“. Sie empfangen einen sehr freundlich und der Garten ist wirklich extrem idyllisch. Das Grab ist, wie es sich für Freikirchler gehört, sehr spartanisch. Einer der deutschen Führer erklärte uns den Sachverhalt. Was er nicht erzählte, das Grab ist eindeutig 700Jahre vor dem Tod Jesu entstanden und in der Bibel steht geschrieben, dass Jesus in ein neues Grab gelegt wurde. Dass an der Grabeskirche das echte Grab Jesu liegt ist auch nicht 100% belegt, wie eben alles in der Wissenschaft, aber der Großteil der Wissenschaftler ist sich da ziemlich sicher. Sorry, vor 5 Jahren hätte ich solche Verschwörungstheorien ganz nett gefunden. In Zeiten von Fake-News regen mich aber nur noch alle Deppen auf, die irgendwelche wilden Theorien entwickeln, weil sie es „spüren“ und glauben alle Wissenschaftler sind doof.

Danach speisten wir noch einmal auf einem Rooftop Cafe an der Grabeskirche, dass ich absolut nicht empfehlen kann, für einen Cafe oder Tee passt es aber schon. Dann bewegten wir uns wieder zu unserem Hospiz und entzündeten im Hospiz das Osterfeuer und feierten den Gottesdienst.

West-Jerusalem

Klagemauer Jerusalem Ostern 2018

Yehuda Market

Am letzten Tag wollten wir auch noch das neue Jerusalem erkunden und vor allem Gewürze und andere israelische Köstlichkeiten einkaufen. So fuhren wir mit der Tram drei Stationen zum Yehuda-Market, dem größten Markt in Israel. Hier gab es jede Menge Streetfood-Retaurants und alle möglichen Geschäfte mit landestypischen Produkten. Wir genoßen das bunte Markttreiben, tranken Kaffe und speisten koscheres Sushi, war ohne Wasabi und Ingwer aber trotzdem sehr frisch und lecker. An einem Gewürzstand bekam ich einen kurzen Kaufrausch-Anfall, meine Frau stoppte mich. Ich konnte aber noch 6 verschiedene Säckchen ergattern. Es war wie im Paradies.

Jad Vashem

Wir stiegen nach dem Mittagessen wieder in die Linie 1 und fuhren in Richtung Mount Herzl, nach Jad Vashem. Zu diesem Museum kann ich nicht viel schreiben. Wenn man in der Halle stand in der alle Namen der 4 Millionen ermordeten Kinder im Holocaust vorgelesen werden, dann wird man das nie wieder vergessen, auch nicht emotional. Allein wegen diesem Museum lohnt es sich nach Israel zu kommen. Man wünscht nach diesem Besuch nur allen Arschlöchern, die auch nur ansatzweise versuchen den Holocaust zu leugnen, dass wenn es eine Hölle gibt, sie in dieser auf ewig verrecken sollen.

Die Reise nach Jerusalem

Ich bin unendlich dankbar, dass ich diese Reise an diesen Tagen nach Jerusalem machen durfte. Es war die wunderbarste Reise, die ich jemals machen konnte und ich weiß nicht, was diese Reise noch toppen soll. All die verschiedenen Eindrücke und hier herrscht das pralle Leben. In unserem Alltag ist oft alles so bedeutungslos, hier bekommt alles eine Bedeutung.
Muss man Angst haben, wenn man diese Stadt besuchen will? Ich gebe zu, meine Frau meinte ich wolle sie loswerden, als ich ihr die Reise nach Jerusalem Ostern 2018 schenkte. Betrachtet man es rein statistisch, hier ist es nicht weniger gefährlich, wie 100km fahren auf einer deutschen Autobahn. Wenn du Reisen willst höre nicht auf jene, die nur Bayerischer Wald, Mallorca oder Ostsee kennen. Die Welt ist friedlicher als man denkt.

Jesus lebt!

by 5.Apr 2018
Via Dolorosa – Pilgerfahrt Ostern 2018

Via Dolorosa – Pilgerfahrt Ostern 2018

Familie

via
dolor
osa

Via Dolorosa
Ostern

Karfreitag 2018 -eine unvergessliche Pilgerfahrt nach Jerusalem

Der Leidensweg Christi

Station I

Jesus wird zum Tode verurteilt

Verurteilungskapelle Jerusalem

Verurteilungskapelle

Im Innenhof der Franziskaner Schule und dem TerraSancta Museum befinden sich die beiden ersten Stationen. Zu Zeiten Jesus befand sich dort die Antoniafestung, eine Festung neben dem Tempelberg, in der die Römer stationiert waren. Ob nun die Juden den Tod Jesus forderten oder Pontius Pilatus dies so wollte ist historisch betrachtet unklar. Die Juden sollen ja laut dem Neuen Testament, die Schuld am Tode Jesus haben. Die Evangelien, die ca. 100 Jahre später geschrieben wurden, sind eventuell von der Tatsache beeinflusst, dass zu dieser Zeit das Christentum sich in Richtung Rom ausbreitete und man hier möglichst mit den Römern keinen Ärger heraufbeschwören wollte. Ob die Juden wirklich Schuld am Tode Jesus waren ist nicht belegt. Es wurde ihnen jedoch ca. 1900 Jahre später endgültig zum Verhängnis.

„Als es Morgen wurde, fassten die Hohepriester und die Ältesten des Volkes gemeinsam den Beschluss, Jesus hinrichten zu lassen. Sie ließen ihn fesseln und abführen und lieferten ihn dem Statthalter Pilatus aus.“(Mt. 27:1-2)

Station II

Jesus nimmt das Kreuz auf

An der Station II, immer noch im Innenhof der Franziskaner Schule, befindet sich die Geißelungskapelle. Hier wurde er von den Römern ausgepeitscht und ihm wurde die Dornenkrone aufgesetzt.

„Dann flochten sie einen Kranz aus Dornen; den setzten sie ihm auf das Haupt und gaben ihm einen Stock in die rechte Hand. Sie fielen vor ihm auf die Knie und verhöhnten ihn, indem sie riefen: Sei gegrüßt, König der Juden! Und sie spuckten ihn an, nahmen ihm den Stock wieder weg und schlugen damit auf seinen Kopf.“(Mt. 27:29-30)

Wenn man den Hof der Franziskaner-Schule nach rechts verlässt geht man unter den „Ecco-Homo“ Bogen hindurch. An dieser Stelle soll Pilatus Jesus dem Volk präsentiert haben, mit den Worten: „Ecco Homo“.

„Jesus kam heraus; er trug die Dornenkrone und den purpurroten Mantel. Pilatus sagte zu ihnen: Seht, der Mensch!“(Joh. 19:5)

Station III

Jesus fällt zum ersten Mal

Pilger im Innenhof der Kirche

Pilger im Innenhof der Kirche

Direkt gegenüber vom Ausgang unserer Unterkunft, dem Österreichischen Hospiz, befindet sich die Stelle an der Jesus zum ersten Mal unter der Last des Kreuzes zusammenbrach. Hier steht eine armenisch-katholische Kirche (im Innnenhof befindet sich auch ein armenisches Restaurant mit sehr freundlichen Service, zu den Speisen selbst hülle ich den Mantel des Schweigens). Keine Ahnung warum, diese Stelle empfand ich am ergreifendsten. In der Kapelle kniete eine Frau und weinte bitterlich.

Kapelle Station 3 Jesus fällt zum ersten Mal

In der Kapelle

Station IV

Jesus trifft seine Mutter

Auf dem Relief zum Eingang der Kirche ist Jesus mit seiner Mutter abgebildet. An dieser Stelle soll er ihr begegnet sein.

Pilgerin an Station 3 und 4

Pilgerin an der Via Dolorosa

Station V

Simon von Cyrene hilft Jesus das Kreuz zu tragen

Hier befindet sich eine kleine Franziskaner Kapelle, die nach Simon von Cyrene benannt wurde. Jener Mann der gezwungen wurde Jesus beim Tragen des Kreuzes zu helfen. Neben dem Eingang befindet sich auch ein Handabdruck, der an der Stelle geformt wurde, wo Jesus sich abstützte. Tausende von Pilger legen hier ihr Hand hinein, um das Leiden Christi zu spüren.

„Als sie Jesus hinausführten, ergriffen sie Simon, einen Mann aus Kyrene, der gerade vom Feld kam. Ihm luden sie das Kreuz auf, damit er es hinter Jesus hertrage.“(Lk. 23:26)

Pilger auf der Via Dolorosa

Pilger auf der Via Dolorosa

Station VI

Veronica wischt das Gesicht Jesu ab

Natürlich steht auch hier eine Kapelle, die der heiligen Veronika. Sie wischte, den Überlieferungen zu Folge, den Schweiß Jesus mit einem Tuch ab. In diesem Tuch soll sich das Gesicht Jesu auf wundersame Weise eingeprägt haben. Das Schweißtuch der Veronika ist eines der bedeutendsten Reliquien und befindet sich in einem Tresor im Petersdom in Rom.

Veronika Kapelle Via Dolorosa

Eingang zur Veronika Kapelle

Station VII

Jesus fällt zum zweiten Mal

In der alten Mauer befand sich an dieser Stelle das Tor der Gerechtigkeit. An dieser Stelle verließ Jesus die Stadt und schleppte sich zum Hügel Golgatha. Hier stürzte Jesus ein zweites Mal. An dieser Stelle befindet sich heute eine Franziskaner-Kapelle. Eine römische Säule in dieser Kapelle kennzeichnet diesen Ort.

Via Dolorosa Station 7

Jesus stürzt zum zweiten mal

Station VIII

Jesus tröstet die Frauen von Jerusalem

Ein Stein mit einem römischen Kreuz erinnert an die Stelle, an der Jesus sich den Frauen zuwandte und sie tröstete. Der Stein enthält eine Inschrift mit griechischen Buchstaben IC XC NIKA, was bedeute „Jesus überwindet“

„Es folgte ihm eine große Menge des Volkes, darunter auch Frauen, die um ihn klagten und weinten. Jesus wandte sich zu ihnen um und sagte: Töchter Jerusalems, weint nicht über mich; weint vielmehr über euch und eure Kinder!“.(Lk. 23:27-28)

Pilger mit Kreuz Via Dolorosa

Pilger mit Kreuz

Station IX

Jesus fällt zum dritten Mal

Via Dolorosa Station 9

Station IX

Ein Pfeiler, der an der Tür der koptischen Kirche eingebaut ist, erinnert an die Stelle, an der Jesu zum dritten Mal auf dem Weg nach Golgatha stürzte. Die Kopten haben ihre Lehmhütten auf dem Dach der Grabeskirche gebaut, nachdem sie aus der Grabeskirche verdrängt wurden.

Kopten auf der Grabeskirche

Lehmhütten der Kopten

Die Kopten haben mich am meisten beeindruckt. Ich kaufte eine Kerze von einem Mönch, ich schenkte ihm ein paar Shekel und er schenkte mir noch eine Kerze für meine Frau. Bisher habe ich nur wenige wahre Menschen getroffen, das war einer.

Nonne Kopten Grabeskirche

Nonne

Station X

Jesus wird seiner Kleider entledigt

Die Kirche an der Stelle, wo die Kleider von Jesus verteilt wurden, befindet außerhalb der Grabeskirche.

„Nachdem die Soldaten Jesus gekreuzigt hatten, nahmen sie seine Kleider und machten vier Teile daraus, für jeden Soldaten einen Teil, und dazu das Untergewand. Das Untergewand war aber ohne Naht von oben ganz durchgewoben. Da sagten sie zueinander: Wir wollen es nicht zerteilen, sondern darum losen, wem es gehören soll. So sollte sich das Schriftwort erfüllen: Sie verteilten meine Kleider unter sich und warfen das Los um mein Gewand. Dies taten die Soldaten.“( Joh. 19:23-24)

Kapelle der Kleiderverteilung Grabeskirche

Kapelle der Kleiderverteilung

Station XI

Jesus wird an das Kreuz genagelt

Nachdem man die Grabeskirche betritt befindet sich rechts die Stelle an der Jesus an das Kreuz genagelt wurde. Die Stimmung in dieser Kirche an Karfreitag lässt sich mit Worten nicht beschreiben. Man befindet sich in diesem Moment am heiligsten Ort des Christentum, auch wenn es ein paar Christen gibt, dies das nicht glauben wollen und meinen einen anderen Platz auserwählt zu haben.

„Und er selbst trug das Kreuz und ging hinaus zur sogenannten Schädelstätte, die auf Hebräisch Golgota heißt. Dort kreuzigten sie ihn und mit ihm zwei andere, auf jeder Seite einen, in der Mitte aber Jesus.“(Joh. 19:17-18)

In der Grabeskirche

In der Grabeskirche

Station XII

Kreuzigung und Tod

Der Altar an dem das Kreuz mit Jesus aufgestellt wurde war an Karfreitag leer. Unter dem Altar befindet sich eine Silberscheibe mit einem Abdruck in der Mitte, die den exakten Punkt des Kreuzes Jesu markiert. Rechts und links befinden sich Marmorplatten, die die Stellen der Kreuze der beiden Räuber markieren, die mit Jesus gekreuzigt wurden.

„Und in der neunten Stunde schrie Jesus mit lauter Stimme: Eloï, Eloï, lema sabachtani?, das heißt übersetzt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“(Mk. 15:34)

Pilger in der Grabeskirche

Pilger in der Grabeskirche

Station XIII

Jesus wird vom Kreuz abgenommen

Der Stein auf dem Jesus gesalbt wurde befindet sich direkt am Eingang in der Grabeskirche. Hier knien die Pilger nieder und küssen den Stein oder berühren diesen mit ihren Gegenständen, um diese zu weihen. Hier erscheint einen Jesus ganz nah zu sein. Die Vorstellung und das Gefühl zu verspüren, dass Jesus auf diesem Stein gelegen haben soll ist unbeschreiblich.

„Josef aus Arimathäa war ein Jünger Jesu, aber aus Furcht vor den Juden nur im Verborgenen. Er bat Pilatus, den Leichnam Jesu abnehmen zu dürfen, und Pilatus erlaubte es. Also kam er und nahm den Leichnam ab. Es kam auch Nikodemus, der früher einmal Jesus bei Nacht aufgesucht hatte. Er brachte eine Mischung aus Myrrhe und Aloe, etwa hundert Pfund. Sie nahmen den Leichnam Jesu und umwickelten ihn mit Leinenbinden, zusammen mit den wohlriechenden Salben, wie es beim jüdischen Begräbnis Sitte ist.“(Joh. 19:38-40)

Salbungsstein in der Grabeskirche

Salbungsstein in der Grabeskirche

Station XIV

Jesus wird ins Grab gelegt

Eingang zum Grab Jesu

Eingang zum Grab Jesu

Das Grab befindet sich in der Mitte der Grabeskirche. Es befinden sich zwei Räume in dem Grab, die Kapelle der Engel und die Grabkammer selbst. Wir standen ca. 3 Stunden an, um für 5 Sekunden in die Grabkammer zu dürfen, aber ich genoß jede Minute und Sekunde an diesem Ort. Wenn das mit Gott und dem ganzen Gedöhns nur Fake ist, dann ist es cool gemacht.

„Der Sinn des Lebens ist das Leben, die Auseinandersetzung mit unendlichem Sinn, an der wir glücklicherweise teilnehmen dürfen.“ Markus Gabriel in „Warum es die Welt nicht gibt“, S. 255

Die heilige Stadt

Station I

Station II

Station III

Station IV

Station V

Station VI

Station VII

Station VIII

Station IX

Station X - XIV

by 4.Apr 2018